Becker Distribution GmbH

Becker Distributions GmbH

blueseventy-Agegrouper Harald Baumgartner rockt den UPC Klagenfurt!

15. Juni 2010 von blogger

Um 14 Uhr fiel der Startschuss und rund 150 Starter der ersten der drei Startwellen schickten sich an, die 1.500 Meter hinter sich zu bringen. Die Strecke war einfach – 650 Meter gerade hinaus, danach 200 Meter quer und anschließend wieder 650 Meter zurück. Ich erwischte einen ungewohnt guten Start und hatte auch die ersten 400 Meter Kontakt nach ganz vorne. Die Spitzenschwimmer waren noch nicht entwischt. Da der Wasserschatten doch einiges bringt, entschloss ich mich  an dieser Stelle hinter einer scheinbar guten Gruppe nachzuschwimmen. Das erwies sich auch vorerst als richtig. Das Schwimmen fiel doch deutlich leichter, ohne das die Geschwindigkeit darunter litt. Nach der ersten Wendeboje riss dann ein kleines Loch. Das wurde Meter für Meter größer. Nach dem Passieren der zweiten Boje merkte ich, dass die Geschwindigkeit allmählich immer langsamer wurde, eigentlich für mich schon zu langsam. Hier wäre sicher die Entscheidung richtig gewesen, alleine weiter zu schwimmen. Ich entschied mich aber meine Kräfte zu schonen und den Wasserschatten weiter auszunutzen. 150 Meter vor dem Ausstieg war es mir dann aber doch zu blöd und ich scherte aus, um zu sehen, ob ich nicht doch alleine schneller schwimme könnte. So war es leider. Auf 150 Metern kann man aber dann nicht mehr gut machen, was man in den vorangegangenen  600 Metern verpasst hat. Trotzdem als Gesamt-Zwanzigster aus dem Wasser: mit persönlicher Bestzeit und einem so knappen Rückstand auf die Spitze wie nie zuvor. Der Grundstein für eine Spitzenplatzierung war gelegt. Ein entscheidender Grund dafür sicher mein neuer Neoprenanzug helix von blueseventy. Super Wassergefühl, super Wasserlage und passt wie angegossen, ohne mir die Luft zu nehmen. So soll es sein …

Die ganzen 43 Kilometer alleine am Rad, das macht Spaß. Keiner von den Überholten Athleten machte einen Anstand sich unfair in den Windschatten zu klemmen – meine Hochachtung – sportliches Verhalten – und wie ich gehört habe haben sich auch die anderen der Top 10 der Gesamtwertung ihre Platzierung alleine verdient. So soll es sein. Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Der neue Neoprenanzug hat gehalten, was er im Training bereits versprochen hat. Der Abstand deutlich geringer als in den Jahren zuvor – und ich hätte hintenraus eigentlich härter schwimmen können – habe es mich aber nicht getraut …

Beim Radfahren ist am Anfang ein wenig die Angst mitgefahren, dass ich wieder einen nach dem anderen einsammle und die sich im Windschatten dann auf das Laufen vorbereiten können. War nicht so – hat mich sehr gefreut. Kurz vor der zweiten Wechselzone ist dann der drei mal Zweite des Ironman Austria Norbert Langbrandtner in mein Blickfeld geraten. Ebenfalls alleine am Rad unterwegs, aber im Flachen einfach langsamer konnte ich bis zur Wechselzone die Lücke schließen. Nach einem wie schon üblich schlechten Wechsel hatte ich wieder einmal eine Lücke von 10 Sekunden beim Laufen zu schließen. Das wollte auf den ersten 3 Kilometern einfach nicht gelingen, obwohl die Laufgeschwindigkeit richtig hoch war. Doch dann war es soweit.: von Krumpendorf zurück konnte ich eine kurze „Schwächephase“ nutzen und mich in den Windschatten klemmen. Gut einen Kilometer bis zum Lido konnte ich so erst einmal ein wenig durchschnaufen, um dann zur entscheidenden Attacke auszuholen. Schnell konnte ich eine Lücke aufmachen, der 5. Platz war mir sicher, mit mehr war eigentlich nicht mehr zu rechnen. Der Rückstand nach vor noch über 1min 15sec. Bei Kilometer 6, also innerhalb von 1,5km war dieser Rückstand auf null. Schnell vorbei, dachte ich mir und nur nicht mehr zurückschauen. „Des bringst jetzt ins Ziel, des lost da jetz nerma nehman“, waren meine Gedanken. Überglücklich drückte es mir unter dem Beifall der vielen Zuschauer sogar die eine oder andere Freudenträne unter der Sonnenbrille raus.  „Ein perfektes Rennen“ – besser kann ich es einfach nicht. Gesamt 4. Platz in einem richtig starken Feld – der Ironman kann kommen …

Abgelegt in Allgemein