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Chrissie siegt mit Fabelzeit in Roth

16. Juli 2009 von admin

Die unvergleichliche blueseventy-Athleltin Chrissie Wellington konnte in unfassbaren 8:31:59 h die 8. Quelle Challenge in Roth gewinnen. “Es wurde viel geschlagen und getreten”, so Wellingtons Fazit zu den 3,8 Schwimmkilometern im Main-Donau-Kanal. Dennoch beendete sie die Auftaktdisziplin nach guten 50:28 Minuten, nur wenige Sekunden hinter der Australierin Rebekah Keat, die ebenfalls im helix unterwegs war, und etwa eineinhalb Minuten hinter einem Trio, dem auch die blueseventy-Athletin Neuseeländerin Gina Ferguson angehörte. Ferguson schnappten sie sich schon nach 30 Kilometern – noch bevor es zum ersten Mal den Gredinger Berg hinaufging. Cave hatte dort noch etwas mehr als eine Minute Vorsprung, musste ihre Führung wenig später aber auch an Wellington abtreten. Danach entwickelte sich das Rennen zu der erwarteten One-Woman-Show – auf der Jagd nach einer neuen Weltbestzeit.
Den Solarer Berg stiefelte Wellington dann schon eine Minute vor Leanda Cave aus Schottland und fast vier vor Keat hinauf. Doch das war erst der Anfang der “Chrissie-Show”: Auf den folgenden 50 Kilometern nahm die Britin das Feld ihrer Gegnerinnen komplett auseinander. Fast fünf Minuten lag sie bei der zweiten Durchfahrt am Gredinger Berg bereits vor der Australierin Belinda Granger, die sich nach ihrem Verkehrsunfall am Dienstag vor dem Rennen, vor allem auf der zweiten Radrunde überraschend stark präsentierte. Gemeinsam mit der Schottin Catriona Morrison hatte sich der Publikumsliebling in die erste Verfolgergruppe gearbeitet. Der Vorsprung Wellingtons wurde derweil immer größer. Fast zehn Minuten Vorsprung nahm das Energiebündel aus dem Südosten Englands mit auf ihre Lieblingsdisziplin. Doch im ersten Drittel des Marathons litt die sonst immer fröhlich lächelnde 32-Jährige sichtlich. Mehr als zwei Minuten büßte sie allein auf den ersten 15 Kilometern gegenüber Keat und Morrison ein. Auch das Verfolgerduo lief da schon am Limit und dürfte sich bei noch immer acht Minuten Rückstand kaum mehr Hoffnungen auf den Sieg gemacht haben.
Als nach zehn Kilometern die Beine “ein wenig” zu schmerzen begannen, habe sie den Kopf ausgeschaltet, beschrieb Wellington nach dem Rennen ihre kurze physische Schwächephase. Doch schon als sie wenig später an der Lände in Hilpoltstein die Halbmarathonmarke passierte, war von einem möglichen Einbruch nichts zu erkennen. Im Gegenteil: Spätestens am zweiten Wendepunkt, bei Kilometer 30 in Eichelburg, war klar, dass die Weltbestzeit von Yvonne van Vlerken nicht nur wackelte, sondern tatsächlich zu stürzen drohte. “Ich habe erst dort wirklich an meinen Sieg geglaubt”, behauptete Wellington in den Interviews nach dem Rennen. Der Rückweg entlang des Kanals und durch den Rother Stadtwald geriet dann zum Triumphlauf, an dessen Ende eine Siegzeit stand, von der man vor zwei Jahren noch nicht einmal zu träumen gewagt hatte. 8:31:59 Sekunden zeigte die Uhr in der Arena am Rother Festplatz. “Ich bin überwältigt und unglaublich glücklich”, jubelte die seit heute schnellste Langdistanztriathletin der Welt. Auch Challenge-Kraichgau-Siegerin Keat, die in dem unglaublichen Rennen in 8:39:24 Stunden Zweite wurde, konnte ihr Glück kaum fassen: “Ich musste meinen Jubel ein wenig abkürzen, weil ich erst auf der Zielgerade gemerkt habe, dass ich noch unter 8:40 Stunden bleiben kann.”
Mit Nicole Best landete eine weitere unserer Athletinnen in den top ten.

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