Heidi Jesberger wird 11. beim IRONMAN Arizona! Hier ihr Rennbericht:
Mit neuer persönlicher Radbestzeit im Ironman, sowie einem 11. Platz beim Ironman in Phoenix/Arizona bin ich gestern wieder gesund in Deutschland angekommen.
Mit ca. 2500 Athleten war der Ironman in Phoenix/Arizona restlos ausgebucht. Das Frauenfeld zählte neben Hawaii zu den stärksten überhaupt. Alles was Rang und Namen hatte, wollte zum Ende der Saison anscheinend nochmals zeigen, was man so drauf hat. Ob Weltmeisterinnen, Ironman Siegerinnen, Olympiateilnehmerinnen, alles war vertreten.
Auch ich hatte mir nach meiner Verletzung wieder eine gute Form erarbeitet und war sehr gespannt auf das Rennen.
Der Startschuss fiel bereits um 6:50. Es war noch nicht einmal richtig hell, als es losging.
Immer der Sonne entgegen, eigentlich toll, doch wirklich schwierig, wenn man sich orientieren muss und eigentlich die Bojen sehen will ;-)
Die 3,8 km Schwimmen im nur 17°C kalten Townlake von Tempe liefen ganz gut für mich und so konnte ich sogar vor einigen Favoritinnen wie Sam Mc Glone oder Linsey Corbin aufs Rad steigen.
Auf der Radstrecke lief es für mich so gut wie noch nie bei einem Rennen.
Von Anfang an fühlte ich mich kraftvoll und konnte kontrolliert fahren.
Mit einer wirklich gleichmäßigen Leistung konnte ich die 180 km in 5:12 h absolvieren, was einem Schnitt von 34,7 km/h entspricht!
Auf dem Rad konnte ich den Abstand zu den absoluten Weltklasseathletinnen halten und somit einen großen Schritt in meiner Entwicklung nach vorne machen.
Durch meine Verletzung im Frühjahr (Entzündung der Plantarfascie) konnte ich dieses Jahr leider 6 Monate nicht laufen. Mit Aquajogging und viel Alternativtraining habe ich natürlich versucht möglichst viel zu kompensieren.
Trotzdem ist und bleibt ein abschließender Marathon im Ironman eine harte Sache. Nur mit vielen Laufkilometern und wirklich gutem Training kann eine vernünftige Leistung herauskommen.
4 Monate hatte ich läuferisch Zeit um mich auf dieses Rennen vorzubereiten. Nicht sonderlich lange für eine Marathonvorbereitung, aber machbar.
Anfangs fühlte ich mich noch gut beim Marathon und war schnell unterwegs, doch dann machten sich die fehlenden Laufkilometer bemerkbar und ich fiel mit dem Tempo etwas ab.
Die abschließenden 42,2 km konnte ich letztendlich in 3:36 h zurücklegen und mit einem 11. Platz die Ziellinie überqueren.
Beim Challenge in Roth bin ich schon einmal einen 3:11 h Marathon in der Langdistanz gelaufen. Irgendwie hofft man dann doch immer, dass das Training doch ausgereicht hat, um an alte Zeiten anzuknüpfen. Wäre ich „nur“ einen 3:20 h Marathon gelaufen, dann wäre ich 5. geworden und hätte den letzten Slot für Hawaii bekommen.
Doch was wäre wenn…
Mit diesem Ergebnis kann ich eigentlich voll und ganz zufrieden sein.
Im Schwimmen, sowie auf dem Rad bin ich international absolut konkurrenzfähig.
Das Laufen, das ja immer meine Stärke war, gilt es nun über Winter kontinuierlich weiter auszubauen, damit ich dann hoffentlich im Frühjahr auch in dieser Disziplin wieder ganz vorne mitmischen kann.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei all meinen Sponsoren bedanken.
Alle haben, obwohl ich verletzt war, weiter zu mir gehalten und an mich geglaubt.
Alle haben mir die Zeit gegeben, die ich zum Ausheilen der Verletzung gebraucht habe!
Gerade in der jetzigen Situation, wo es vielen Unternehmen wirtschaftlich nicht so gut geht, war dies ein absoluter Treue- und Vertrauensbeweis.
Ich schaue zuversichtlich nach vorne und sage: DANKE, DANKE, DANKE für diese Hilfe und Unterstützung!
Liebe Grüße und bis bald,
Heidi

Nach der Verletztung auf dem Weg zur alter Stärke im Laufen
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