Heidi’s Reise ins Land des Lächelns
blueseventy Athletin Heidi Jesberger wird beim IRONMAN China am Start stehen und nach langer Verletzungspause wieder richtig angreifen. In einer email erzählt sie uns von ihren ersten Erfahrungen aus dem Land des Lächelns und wie ihre Reise dahin war, aber lest selbst:
Am Samstag um 18:15 ging unsere Reise nach China ab Nürnberg los.
Über Amsterdam flogen wir nach Peking via Guangzou nach Hainan.
Ca. 21 h Reise lagen vor uns, doch da der Flug über Nacht ging, hat man ja immer die Hoffnung, dass man viel Schlafen kann…
Beim ersten Flug gab es noch Pasta zum Essen, beim 3. dann so eine Art Algensalat, der extrem nach Meer gerochen hat. Den habe ich dann lieber meiner Chinesischen Sitznachbarin geschenkt.
Mein Husten, den ich mir im letzten Traininglager geholt habe wird langsam besser. Gott sei dank.
Bei unserer Einreise nach China mussten wir ein separates Blatt über unseren Gesundheitszustand ausfüllen: Husten? Ich? Nee!?!
Was würde denn passieren wenn ich ehrlich gewesen wäre? Einreiseverbot wegen Verdacht auf Schweinegrippe? Da wollte ich lieber kein Risiko eingehen und hoffen, dass ich schnell und ohne Hustenanfall durch die Zollkontrolle komme…
Hoffentlich sind nicht alle Chinesen so schroff wie unsere Stewardessen.
Oder vielleicht darf man im Lande des Lächelns gar nicht freundlich sein?!?
Pro Person hatten wir nur 20 kg Freigepäck. Jedes kg Übergewicht kostet bei China Southersn Air 70 €!!! Also habe ich mein schönes gelbes Felt Carbonrad in einen Karton verpackt. Wenn das mal gut geht!!! Doch mit 17 kg war ich wenigstens vom Gewicht auf der sicheren Seite.
Jürgen und ich teilten uns dann noch die restlichen 20 kg Freigepäck gerecht auf:
Ich 15 und er 5 kg ;-) Dementsprechend voll war aber auch unser Handgepäck ;-)
Aber es hat funktioniert. Wir kamen problemlos durch alle Checks und mit all unserem Gepäck im Hotel in China an.
Alles ist hier ganz anders als wir vermutet hatten, vor allem das Wetter ;-)
Seit wir hier angekommen sind regnet es in einer Tour und es wird immer kälter.
Von wegen Subtropisches Klima wie in Hawaii.
Gerade hat es um die 15°C und einen ganz schönen Sturm.
Für den Wettkampftag am Sonntag sind aber wieder 36°C vorausgesagt. Das wird gar nicht so einfach werden, denn bisher konnte ich mich noch gar nicht auf hohe Temperaturen einstellen.
Wir sind im offiziellen Race Hotel untergebracht. Ein wirklich großer Komplex, der aber nur noch zu einem Drittel genutzt wird.
Anscheinend läuft es nicht ganz so gut…
Der Strand sieht toll aus, sogar Hängematten sind an den Palmen, doch das Wetter lädt nicht gerade zum Sonnenbaden ein ;-)
Der Verkehr ist hier auch verrückt! Eine doppelt durchgezogene Linie wird hier genauso ignoriert wie ein Zebrastreifen. Die Autofahrer überholen auch in 3. Reihe und Ampeln gelten sowieso nichts. Mal gespannt wie morgen mein Radtraining verläuft…
China ist schon ganz anders als der Rest der Welt. Chinesen stellen sich nicht hinten in einer Schlange an, die drängeln und schupsen!
Selbst im Flugzeug! Als wir vom Flugzeug mit einem Bus zum Terminal gefahren wurden quetschten sich ca. 200 Chinesen mit uns in den Bus, der maximal für 100 Personen zugelassen war. Eine echte Drängelei. Jürgen war mit seinen 1,83 m der mit Abstand größte im Bus. So hat er wenigstens noch gut Luft bekommen ;-)
Mit dem Essen kommen wir auch gut zurecht hier.
Die Geräuschkulisse ist zwar etwas höher als anderswo, da die Chinesen gerne Schmatzen und Schlürfen.
Spucken tun sie auch, überall hin. Das finde ich echt eklig, doch andere Länder andere Sitten…
Das waren die ersten Eindrücke aus China.
Leider funktioniert facebook und auch mein Login zu meiner Homepage hier nicht, da die Chinesische Regierung gerne die Kontrolle behält über bestimmt Nachrichtenseiten!?!
Doch ich versuche euch weiter auf dem Laufenden zu halten.
Jürgen berichtet auch fast täglich auf www.triathlon-szene.de, dem besten Triathlonportal in Deutschland über unsere Erlebnisse aus China.
Liebe Grüße
Heidi
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